Test
07.08.2017

Der dunkle Turm in der Kinokritik

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Kenner der Romane mögen mit dieser Verfilmung von Stephen Kings DER DUNKLE TURM ihre Schwierigkeiten haben, weil vieles verdichtet, vereinfacht und komprimiert wurde. Betrachtet man den Film jedoch für sich stehend, so ergibt sich ein durchaus knackiges, sehr spannendes und prächtig gespieltes Fantasy-Abenteuer, bei dem man im Grunde nur eines wirklich bemängeln kann: Dass der Film zu kurz geraten ist.

Man hätte gerne noch mehr von Matthew McConaughey gesehen, der als Mann in Schwarz sardonisch und sympathisch zugleich ist. Auch Idris Elba als Revolvermann Roland macht eine hervorragende Figur. Und mit Tom Taylor wurde ein begabter Newcomer gefunden.

Die Geschichte ist naturbedingt rasant erzählt. Darüber hinaus funktioniert sie aber auch, weil die Mixtur aus Fantasy-, Western- und Science-Fiction-Elementen sehr schön miteinander harmoniert.

Dem Stoff wäre vielleicht besser als Fernsehserie gedient gewesen, da sich so die Möglichkeit ergeben hätte, wirklich tief in Stephen Kings Vorlage einzutauchen, der Auftakt der Filmreihe kann sich aber sehen lassen, auch wenn ganz klar andere Akzente gesetzt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Film erfolgreich genug ist, damit das ganze Epos im Kino Gestalt annehmen kann.

Fazit: Komprimierte, aber unterhaltsame Version von Kings Werk.

( Andre Detroit )