Test
09.10.2017

American Assassin in der Kinokritik

Actionreiche Roman-Adaption

Nach dem tödlichen Attentat auf seine Verlobte sinnt Mitch Rapp (Dylan O’Brien) auf Rache. Beim CIA lässt er sich von dem berüchtigten Kriegs-Veteranen Stan Hurley (Michael Keaton) zum Elite-Agenten ausbilden. Schnell erhalten die beiden ihren ersten, folgenschweren Auftrag: Es gilt, die Hintergründe einer Reihe scheinbar willkürlicher Anschläge auf sowohl militärische als auch zivile Ziele zu überprüfen. Bald entdecken sie, dass alle Attentate Parallelen aufweisen. Gemeinsam mit einer geheimen Spezialeinheit begeben sie sich auf eine hochriskante Mission: Es gilt, den äußerst gefährlichen Drahtzieher (Taylor Kitsch) hinter einer großangelegten Verschwörung zu stoppen. Doch dieser hat nicht vor, sich von seinen todbringenden Plänen abbringen zu lassen und scheint stets einen Schritt voraus. Eine erbarmungslose Jagd beginnt…

Mit der Verfilmung von Vince Flynns Roman AMERICAN ASSASSIN hofft man natürlich, eine neue Reihe ins Leben rufen zu können. Immerhin gibt es 15 Bücher mit seinem Helden Mitch Rapp, der nach dem Tod seiner Verlobten sein Leben umkrempelt und zu einem Terroristenjäger wird. Die Geschichte wurde für den Film etwas modernisiert, so dass der von Dylan O’Brien souverän gespielte Rapp seine Verlobte durch islamistisch geprägten Terror verliert. Der Anfang des Films ist entsprechend auch intensiv, da er mit dem Sturmgewehrangriff auf Urlauber am Strand an echte Terror-Taten erinnert.

Für den Film geht man aber ohnehin eigene Wege und bietet eine rasante, an verschiedenen Orten der Welt spielende Geschichte, bei der O’Brien von Michael Keaton als seinem Ausbilder und Taylor Kitsch als seinem Gegner in Sachen Charisma etwas ausgestochen wird, zumal der persönliche Konflikt hier der von Keaton und Kitsch ist. Denn Rapps eigener Rachefeldzug ist an diesem Punkt längst abgeschlossen, nur dass er eine Art Punisher wird, der fortan all die erledigt, die terroristisch aktiv sind.

Das ist einfach gestrickt, funktioniert aber ziemlich gut, insbesondere auch als Auftakt einer eigenen Reihe, von der man durchaus gerne noch mehr sehen würde.

Fazit: Actionreiche Roman-Adaption.

Andre Detroit